Kabinenschutz für Lackiererei
Lackierkabinenschutz reduziert Spritznebelablagerungen und Staubeintrag in Lackierkabinen und erleichtert die regelmäßige Reinigung. WULFF bietet dafür passende Schutzfolien und Kabinenschutzbeschichtungen für Wände, Leuchten und Fenster sowie Filterlösungen für Zu- und Abluft.
Lackierkabinen-Schutz für Wände, Leuchten und Fenster
Spritznebel setzt sich besonders auf Kabinenwänden, Leuchten und Sichtflächen ab. Mit zunehmender Ablagerung steigt der Reinigungsaufwand und zudem verschlechtern verschmutzte Leuchten die Lichtausbeute am Arbeitsplatz.
Für diese Flächen kommen Schutzfolien oder flüssig aufgetragene Kabinenschutzbeschichtungen infrage. Beide Systeme bilden eine austauschbare beziehungsweise entfernbare Schutzschicht zwischen Kabinenoberfläche und Overspray.
Schutzfolien eignen sich besonders für glatte Flächen und mehrlagige Varianten lassen sich nach zunehmender Verschmutzung schichtweise abziehen. Flüssige Schutzbeschichtungen erreichen dagegen auch Übergänge, Ecken und größere Wandflächen ohne Folienstöße.
Klebender oder nicht klebender Kabinenschutz?
Bei flüssigen Kabinenschutzprodukten gibt es zwei unterschiedliche Wirkprinzipien.
Klebende Schutzbeschichtungen bleiben nach dem Auftrag haftend. Spritznebel und herumwirbelnde Staubpartikel haften an der Oberfläche. Diese Variante eignet sich besonders für Kabinenwände, wenn neben dem Oversprayschutz auch frei beweglicher Staub gebunden werden soll.
Nicht klebende Schutzbeschichtungen trocknen zu einem festen Film. Sie schützen die Oberfläche vor Farb- und Füllernebel, ohne dass die Wand anschließend klebrig bleibt. Je nach System lässt sich der Film später abwaschen oder abziehen. Wasserbasierte Schutzfilme können beispielsweise für Wände, Leuchten und Fenster ausgelegt sein.
Für Leuchten und Sichtfenster sind transparente Systeme interessant. Hier sollte der Schutzfilm Overspray aufnehmen, ohne die Licht- beziehungsweise Sichtfläche unnötig zu beeinträchtigen.
Kabinenschutz am Boden gegen aufwirbelnden Staub
Am Kabinenboden liegt feiner Schleif- und Werkstattstaub, der durch Luftbewegung oder Begehen wieder aufgewirbelt werden kann. Dafür gibt es staubbindende Bodenbeschichtungen beziehungsweise Dust-Control-Lösungen.
Diese bleiben so eingestellt, dass lose Partikel am Boden gebunden werden. Sie werden vor allem in Lackierkabinen und Vorbereitungsbereichen eingesetzt und ergänzen die eigentliche Luftfiltration.
Eine Bodenbeschichtung ersetzt jedoch keinen Boden- oder Abluftfilter. Beide arbeiten an unterschiedlichen Stellen: Der Bodenbinder hält abgelagerten Staub fest, während der Filter Partikel beziehungsweise Farbnebel aus dem Luftstrom abscheidet.
Kabinenfilter für Zuluft und Abluft
Bei Kabinenfiltern für Profis muss zuerst geklärt werden, an welcher Stelle der Lackierkabine der Filter sitzt. Zuluft- und Abluftfilter erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Deckenfilter gegen Staub in der Zuluft
Deckenfilter bilden die letzte Filterstufe unmittelbar vor dem Lackierbereich. Sie halten Partikel aus der Zuluft zurück, bevor diese auf die frisch lackierte Oberfläche gelangen können. Professionelle Deckenfilter sind deshalb auf eine gleichmäßige Luftführung und hohe Partikelabscheidung im Lackierbereich ausgelegt.
Vorfilter und Taschenfilter sitzen weiter vorne in der Luftaufbereitung. Sie nehmen einen großen Teil des Staubes bereits vor dem Deckenfilter auf und entlasten dadurch die nachfolgenden Filterstufen.
Bodenfilter und Farbnebelabscheider für die Abluft
Bodenfilter beziehungsweise Paint-Stop-Filter sitzen auf der Abluftseite und nehmen Farb- und Lacknebel auf. Glasfasermedien werden dafür mit einer progressiven Faserstruktur aufgebaut, um Overspray aufzunehmen, ohne den Luftwiderstand unnötig schnell ansteigen zu lassen.
Neben Filtermatten kommen je nach Kabinensystem auch Faltkarton-, Taschen- oder andere Farbnebelabscheider zum Einsatz. WULFF führt hierfür verschiedene Filterbauarten innerhalb des Kabinenschutzsortiments.
Kabinenschutz für Lackierer bei WULFF
WULFF bietet Kabinenschutz für Lackierer von der Oberflächenabdeckung bis zur Luftfiltration. Dazu gehören Schutzfolien und Schutzbeschichtungen für die Kabine sowie Boden-, Decken-, Vor- und weitere Filterlösungen für professionelle Lackieranlagen.
Häufige Fragen zu Lackierkabinenschutz
Wann sollten Kabinenfilter gewechselt werden?
Kabinenfilter sollten gewechselt werden, sobald der zulässige Enddruckverlust erreicht ist, der Luftstrom spürbar nachlässt oder der Filter sichtbar stark mit Staub beziehungsweise Overspray beladen ist.
Als grobe Richtwerte für regelmäßig genutzte Lackierkabinen gelten:
- Abluft-/Paint-Stop-Filter: etwa alle 50–70 Lackiergänge bzw. nach ca. 100 Betriebsstunden
- Vorfilter: etwa monatlich
- Deckenfilter: etwa alle 6 Monate
Schutzfolie oder Schutzlack für Kabinenwände?
Schutzfolie ist sinnvoll, wenn Kabinenwände schnell abgedeckt und später ohne Nassreinigung wieder freigelegt werden sollen. Sie eignet sich besonders für glatte, gerade Wandflächen und bei häufigem Wechsel.
Flüssiger Kabinenschutz ist praktischer bei Ecken, Profilen, Übergängen und schwer sauber zu beklebenden Bereichen. Er wird gleichmäßig aufgetragen und später je nach System abgezogen oder abgewaschen.
Muss Paint-Stop-Filtermaterial in einer bestimmten Richtung eingebaut werden?
Bei entsprechenden Filtermedien ja. Die für den Farbnebel vorgesehene Rohluftseite muss zur anströmenden Kabinenluft zeigen. Bei professionellen Paint-Stop-Matten ist diese Seite teilweise farblich markiert. Vor dem Einbau deshalb Kennzeichnung beziehungsweise Einbauvorgabe des Filtermaterials prüfen.