Korrosionsschutzmittel
Korrosionsschutzmittel schützen Stahl und andere metallische Bauteile vor Feuchtigkeit, Witterung und korrosiven Belastungen. WULFF bietet dem Maler- und Bautenschutzhandwerk passende Beschichtungssysteme für Neuaufbau und Instandsetzung. Entdecken Sie eine breite Auswahl von Rostschutzgrundierungen über Zwischenbeschichtungen bis zu belastbaren Schutzanstrichen.
Korrosionsschutzmittel für Grund-, Zwischen- und Deckbeschichtung
Ein Korrosionsschutzaufbau besteht je nach Beanspruchung aus einer oder mehreren Beschichtungslagen. Im WULFF Sortiment finden sich dafür Korrosionsschutzprimer, Zwischenbeschichtungen und widerstandsfähige Schlussbeschichtungen. Hinzu kommen dickschichtige beziehungsweise High-Solid-Systeme für höhere Schichtdicken.
Zwischenbeschichtungen für höhere Schichtdicken
Zwischenbeschichtungen erhöhen die Barrierewirkung zwischen Grundierung und Schlusslack. Im professionellen Stahlbau kommen dafür häufig 2K-Epoxidharzbeschichtungen zum Einsatz. Sie werden innerhalb mehrlagiger Systeme für mechanisch, chemisch oder durch Feuchte stärker beanspruchte Stahlflächen verwendet.
PUR- und andere Deckbeschichtungen
Bei frei bewitterten Stahlflächen übernimmt die Deckbeschichtung zusätzlich den Schutz gegen Witterung und UV-Belastung. PUR-Schlussbeschichtungen werden dafür in professionellen Korrosionsschutzsystemen mit 2K-Grund- und Zwischenbeschichtungen kombiniert.
Korrosionsschutz von C1 bis CX
Bei Stahlbauprojekten begegnen Maler und Bautenschützer häufig die Bezeichnungen C1, C2, C3, C4, C5 und CX nach DIN EN ISO 12944. Diese Angaben zeigen, wie stark Stahl durch die Umgebung mit Korrosion belastet wird. Je höher die Klasse, desto leistungsfähiger muss der Beschichtungsaufbau sein.
- C1 - sehr gering: beheizte, trockene Innenräume
- C2 - gering: unbeheizte Hallen mit möglicher Kondensation
- C3 - mittel: Produktionsräume mit höherer Luftfeuchte
- C4 - stark: Industrieanlagen, Schwimmbäder und Küstenbereiche
- C5 - sehr stark: Bereiche mit hoher Feuchte, aggressiver Industrieatmosphäre oder hoher Salzbelastung
- CX - extrem: besonders aggressive Umgebungen wie Offshore-Anlagen oder extreme Industrie- und Küstenbereiche.
Stahl vorbereiten: Sa 2½ oder St 2/St 3?
Professionelle Korrosionsschutzsysteme verlangen je nach Material unterschiedliche Vorbereitungsgrade. Sa 2½ bezeichnet eine intensive Strahlentrostung und ist bei vielen höher belastbaren Stahlbausystemen vorgeschrieben. Für Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten gibt es dagegen Primer, die auch auf manuell oder maschinell vorbereiteten Flächen der Grade St 2 beziehungsweise St 3 eingesetzt werden dürfen.
Rostschutz für verzinkten Stahl und Aluminium
Eine Stahlgrundierung ist nicht automatisch für Verzinkung oder Aluminium geeignet. Für diese Untergründe gibt es Korrosionsschutzbeschichtungen mit ausdrücklicher Freigabe.
Bei feuerverzinktem Stahl kann je nach System beispielsweise Sweep-Strahlen vorgesehen sein. Für Aluminium und Edelstahl nennen technische Systeme wiederum andere Vorbereitungsverfahren.
Korrosionsschutzfarbe für Sanierung und Reparatur
Bei bestehenden Stahlkonstruktionen wird häufig nur ein Teil der Altbeschichtung entfernt. Für solche Arbeiten stehen bei WULFF instandsetzungsgeeignete Korrosionsschutzprimer zur Verfügung.
Fest haftende Altbeschichtungen können bei entsprechender Systemfreigabe gereinigt und überarbeitet werden. Korrodierte Schadstellen werden separat vorbereitet und nachgrundiert.
Häufige Fragen zu Korrosionsschutzmitteln
Welche Rostschutzgrundierung nimmt man, wenn Stahl nur mechanisch entrostet werden kann?
In diesen Fällen sind Grundierung mit ausdrücklicher Freigabe für St 2 oder St 3 nach ISO 12944-4 notwendig. Solche Korrosionsschutzprimer sind für hand- beziehungsweise maschinell vorbereitete Stahlflächen erhältlich.
Wann wird eine Epoxidharz-Zwischenbeschichtung benötigt?
Wenn der vorgesehene Korrosionsschutzaufbau eine höhere Barrierewirkung und Gesamtschichtdicke verlangt. EP-Zwischenbeschichtungen werden beispielsweise in mehrlagigen Systemen für stärker beanspruchte Stahlflächen eingesetzt. Für außen folgt bei entsprechenden Systemen eine geeignete witterungsbeständige Deckbeschichtung.
Warum reicht eine einzelne Beschichtung nicht für zuverlässigen Korrosionsschutz?
Rost entsteht durch das Zusammenspiel von Feuchtigkeit und Sauerstoff an der Metalloberfläche. Eine einzelne Schicht bietet oft nicht genug Barrierewirkung und Schichtdicke, um diesen Prozess dauerhaft zu unterbinden. Ein mehrschichtiger Aufbau verteilt diese Schutzfunktion auf mehrere, aufeinander abgestimmte Schichten.
Warum wird Epoxidharz meist nicht als sichtbare Deckschicht verwendet?
Epoxidharz neigt bei direkter UV-Einstrahlung zum Kreiden, also einem sichtbaren Mattwerden der Oberfläche. Als Grundierung oder Zwischenschicht unter einem UV-beständigen Decklack ist diese Schwäche irrelevant, da die Epoxidschicht nicht direkt bewittert wird.
Was bringt ein High-Solid-System gegenüber einem konventionellen Produkt?
Der höhere Festkörperanteil ermöglicht eine dickere Schicht pro Arbeitsgang, wodurch sich die Zahl der insgesamt benötigten Anstriche reduzieren kann. Das spart Zeit, besonders bei großflächigen Stahlkonstruktionen.