Silikatputze
Silikatputze sind eine bewährte Schlussbeschichtung für mineralisch geprägte Fassaden, Sanierungsflächen und geeignete WDVS-Aufbauten. Bei WULFF finden Malerbetriebe gebrauchsfertige Silikat-Oberputze für unterschiedliche Strukturen und Objektanforderungen.
Silikatputz für verschiedene Anwendungen und Untergründe
Klassische Einsatzflächen für Silikatputze sind mineralische Unterputze, Armierungsschichten und geeignete Bestandsfassaden. Moderne Silikat-Oberputze können je nach Rezeptur auch auf tragfähigen organischen Untergründen eingesetzt werden. Ein professioneller Silikatputz ist deshalb nicht ausschließlich auf neuen mineralischen Putz beschränkt.
Mineralischer Neuputz
Auf einem neuen mineralischen Unterputz zählt vor allem ein gleichmäßiger, ausreichend erhärteter Untergrund. Stark unterschiedliche Saugfähigkeit erschwert das gleichmäßige Aufziehen und Strukturieren.
Ein geeigneter Putzgrund reguliert das Saugverhalten und schafft eine griffige Oberfläche für den Oberputz. Sandgefüllte Dispersions-Silikat-Putzgründe sind ausdrücklich für Silikat-Oberputze vorgesehen und unterstützen Haftung sowie gleichmäßige Verarbeitung.
Renovierungsfassade mit Altbeschichtung
Bei einer Bestandsfassade muss zuerst geklärt werden, ob der vorhandene Aufbau fest sitzt. Tragfähige organische Altbeschichtungen schließen einen modernen Silikatputz nicht grundsätzlich aus. Der neue Aufbau muss jedoch ausdrücklich für diesen Untergrund vorgesehen sein.
Ein transparenter Silikat-Tiefengrund und ein gefüllter Putzgrund erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben. Der Tiefengrund verfestigt und reguliert saugende mineralische Flächen. Ein quarzgefüllter Putzgrund bildet dagegen die griffige Zwischenlage unmittelbar vor dem Oberputz.
Kratzputz, Reibeputz oder Streichputz?
WULFF führt mehrere Strukturtypen. Dazu gehören Kratzputz, Reibeputz und Streichputz. Aktuell sind unter anderem Körnungen von 1 mm bis 3 mm im Sortiment zu finden.
Silikat-Kratzputz für ruhige Kornstruktur
Kratzputz wird auf Kornstärke aufgezogen und anschließend gleichmäßig abgerieben. Das Ergebnis ist eine flächige Kornstruktur ohne deutlich gerichtete Rillen.
Für große Fassaden eignet sich diese Ausführung besonders, wenn eine gleichmäßige mineralische Oberfläche gewünscht wird. Professionelle Silikat-Kratzputze sind als verarbeitungsfertige Außenputze erhältlich und zeichnen sich durch eine matte Oberfläche sowie hohe Wasserdampfdurchlässigkeit aus.
Silikat-Streichputz für feinere Oberflächen
Streichputze eignen sich für feinere, weniger stark aufgebaute Strukturen. Auch diese Variante ist im WULFF-Sortiment vertreten.
Silikat-Außenputz auf WDVS
Ein Silikat-Außenputz kann als Schlussbeschichtung auf gedämmten Fassaden eingesetzt werden. Professionelle Systeme weisen Silikat-Oberputze ausdrücklich für Fassaden mit Unterputz beziehungsweise gedämmte Fassaden aus.
Die Freigabe muss jedoch zum konkreten WDVS passen. Armierungsschicht, Putzgrund und Schlussputz sollten deshalb nicht beliebig zwischen verschiedenen Systemen kombiniert werden. Unsere Fachberater helfen Ihnen gerne dabei Putze und WDMS systemtreu zusammenzustellen.
Häufige Fragen zu Silikatputzen
Braucht man unter Silikatputz Tiefengrund oder Putzgrund?
Saugende oder leicht sandende mineralische Flächen können einen silikatischen Tiefengrund benötigen. Direkt vor dem Oberputz kommt bei entsprechenden Systemaufbauten ein gefüllter Putzgrund zum Einsatz. Er reguliert die Saugfähigkeit und schafft eine raue Haftfläche.
Warum müssen Fenster und Naturstein beim Silikatputz geschützt werden?
Silikatische Beschichtungsstoffe sind alkalisch. Spritzer können empfindliche Oberflächen wie Glas, Marmor, Naturstein sowie lackierte Bauteile dauerhaft beeinträchtigen. Diese Flächen deshalb vor Arbeitsbeginn vollständig abdecken und frische Verunreinigungen sofort entfernen.
Wofür braucht man einen Rissgrund vor dem eigentlichen Silikatputz?
Silikatputz ist wenig elastisch und überbrückt feine Risse im Untergrund kaum von selbst. Ein spezieller Rissgrund gleicht diese Schwachstelle vorab aus und vereinheitlicht gleichzeitig die Saugfähigkeit der Fläche.
Was bringt die Sol-Silikat-Technologie gegenüber einem klassischen Silikatputz?
Der zusätzliche Silica-Sol-Anteil verbessert die Haftung auf leicht kritischeren Untergründen. Das kann je nach Produkt den Aufwand für eine zusätzliche Grundierung reduzieren, wobei die genauen Voraussetzungen im jeweiligen Technischen Merkblatt stehen.
Warum ist Silikatputz diffusionsoffener als Kunstharz- oder Silikonharzputz?
Die mineralische Verkieselung bildet keinen geschlossenen organischen Film, sondern verbindet sich chemisch mit dem Untergrund. Dadurch kann Wasserdampf nahezu ungehindert durch die Beschichtung entweichen.