Mineralputze
Mineralputze für strukturierte Fassaden, mineralische Untergründe und abgestimmte WDVS-Aufbauten: WULFF bietet Malerbetrieben Trockenmörtel und mineralische Oberputze für Neuaufbau, Sanierung und Renovierung. Zur Auswahl stehen feine Spachtel- und Strukturputze ebenso wie Kratz- und Rillenstrukturen mit unterschiedlichen Körnungen.
Mineralputze für mineralisch aufgebaute Wand- und Fassadenflächen
Mineralische Oberputze basieren typischerweise auf mineralischen Bindemitteln wie Kalk und Zement und werden häufig als Werktrockenmörtel geliefert. Sie eignen sich besonders für mineralische Unterputze und Armierungsmassen. Charakteristisch sind eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit und bei für außen vorgesehenen Qualitäten ein witterungsbeständiger Aufbau.
Diese Putze sind vor allem dann interessant, wenn Unterputz, Armierung und Schlussbeschichtung mineralisch aufeinander abgestimmt werden sollen.
Mineralputz in unterschiedlichen Strukturen und Körnungen
Die Körnung bestimmt die Stärke der Struktur, aber nicht allein das fertige Oberflächenbild. Ebenso wichtig ist, ob ein Kratzputzcharakter, eine Rillenstruktur oder eine feinere gespachtelte Oberfläche gewünscht wird.
- Feine Mineralputze: für zurückhaltende Strukturen und feinere Innen- oder Detailflächen.
- Kratzputzstruktur: für ein gleichmäßiges, körniges Flächenbild ohne ausgeprägte Richtung.
- Rillenstruktur: für deutlich sichtbare, durch die Reibebewegung gerichtete Strukturen.
- Gröbere Mineralputze: für kräftigere Fassadenstrukturen mit höherem Materialauftrag.
Das aktuelle WULFF-Sortiment umfasst unter anderem Körnungen ab etwa 1,5 mm, Varianten mit 2 mm sowie gröbere Strukturputze. Zusätzlich stehen mineralische Fein- und Spachtelputze zur Verfügung.
Mineralputz mit Kratzstruktur für ruhige Fassadenflächen
Kratzputzartige Oberflächen werden auf Kornstärke aufgezogen und anschließend gleichmäßig strukturiert. Das Korn verteilt sich sichtbar über die gesamte Fläche, ohne eine dominante Reiberichtung zu erzeugen.
Mineralischer Reibeputz für gerichtete Strukturen
Bei einer Rillenstruktur wird das gröbere Strukturkorn beim Reiben über die Oberfläche bewegt. Je nach Werkzeugführung entstehen senkrechte, waagerechte oder kreisförmige Rillen.
Kalkputz im Fachhandel richtig einordnen
Der Begriff Mineralputz umfasst unterschiedliche mineralische Bindemittelsysteme. Dazu gehören beispielsweise Kalk-, Kalk-Zement- und weitere mineralisch gebundene Putze.
Kalkbasierte Putze sind besonders für mineralische Innenflächen interessant. Sie sind alkalisch und diffusionsoffen. Spezielle Kalk- beziehungsweise Kalk-Lehm-Putze unterstützen zusätzlich die Feuchteregulierung im Innenraum. Kalk-Zement-Putze sind dagegen typischer für robustere Außen- und Fassadenanwendungen.
Mineralputz im Profi-Großhandel bei WULFF bestellen
WULFF bietet Mineralputze für das professionelle Malerhandwerk vom feineren Innen- und Spachtelputz bis zum strukturierten mineralischen Außenputz. Das Sortiment umfasst Kratz- und Rillenstrukturen, Leichtputze sowie mineralische Spezialputze für unterschiedliche Untergründe und Einsatzbereiche.
Für den kompletten Aufbau können Sie Putzgrundierungen, Armierungsprodukte, Mischtechnik, Glättekellen und Reibebretter direkt ergänzen. Gerade bei mineralischen Trockenmörteln sollten außerdem saubere Mischgefäße und geeignetes Rührwerkzeug eingeplant werden, damit Wasserzugabe und Materialkonsistenz während einer zusammenhängenden Fläche konstant bleiben.
Häufige Fragen zu Mineralputzen
Darf mineralischer Außenputz im Sockelbereich eingesetzt werden?
Nur bei ausdrücklicher Sockelfreigabe. Standard-Mineralputze für die Fassadenfläche sind nicht automatisch für Spritzwasser- oder Sockelbereiche geeignet. Für den Sockel wird deshalb ein dafür vorgesehener Putz- und Feuchteschutzaufbau benötigt.
Bei welcher Temperatur kann Mineralputz verarbeitet werden?
Für mineralische Putze aus dem WULFF Sortiment gilt als typische Untergrenze +5 °C für Luft und Untergrund. Einzelne technische Merkblätter begrenzen den Arbeitsbereich zusätzlich nach oben.
Kann bereits angezogener Mineralputz mit Wasser wieder weich gemacht werden?
Nein. Sobald der hydraulische Abbindeprozess eingesetzt hat, darf angesteiftes Material nicht mit Wasser wieder verarbeitbar gemacht werden. Dadurch wird kein frischer Mörtel hergestellt, sondern der bereits begonnene Abbindeprozess gestört. Solches Material nicht erneut auf die Fassade bringen, sondern einen frischen Ansatz herstellen.
Warum darf eine bereits angetrocknete Mineralputzfläche nicht erneut nachgerieben werden?
Sobald die Oberfläche angezogen hat, verändert erneutes Reiben lokal Kornlage und Feuchteverteilung. Dadurch entstehen glattere Stellen, Strukturunterschiede und sichtbare Ansätze. Mineralischen Oberputz deshalb nass in nass fertigstellen und bereits angezogene Bereiche nicht erneut in die frische Fläche einarbeiten.
Wann braucht mineralischer Feinputz an der Fassade zusätzlich einen Anstrich?
Bei gefilzten oder sehr feinen mineralischen Oberflächen kann ein nachfolgender Fassadenanstrich technisch vorgesehen sein.