Maler Handmessgeräte
Messgeräte gehören bei Aufmaß, Ausrichtung und Untergrundprüfung zur Grundausstattung im Malerhandwerk. WULFF bietet dafür eine breite Auswahl an Wasserwaagen und digitale Neigungsmesser ebenso wie Bandmaße, Zollstöcke, Winkel sowie Geräte zur Feuchte-, Temperatur- und Schichtdickenkontrolle.
Wasserwaagen für Wand, Decke und Ausbau
Eine klassische Wasserwaage reicht für horizontales und senkrechtes Ausrichten bei vielen Ausbau- und Renovierungsarbeiten aus. Typische Profi-Wasserwaagen erreichen Messgenauigkeiten um ±0,5 mm/m. Auf zwei Meter Messstrecke entspricht das einer möglichen Abweichung von etwa einem Millimeter.
Kurze Wasserwaagen sind an Fensterlaibungen, Nischen oder kleineren Bauteilen handlicher. Längere Modelle zeigen Unebenheiten über eine größere Strecke und eignen sich besser zum Prüfen von Wandflächen, Profilen oder längeren Anschlüssen.
Magnetische Messflächen sind vor allem bei Metallprofilen praktisch, weil die Wasserwaage am Bauteil hält und beide Hände zum Ausrichten frei bleiben.
Digitale Wasserwaagen und Neigungsmesser für Gefälle
Eine digitale Wasserwaage zeigt Neigungen direkt als Zahlenwert an. Professionelle Geräte können Werte unter anderem in Grad, Prozent oder Millimeter pro Meter anzeigen. Damit lassen sich Gefälle einfacher einstellen und auf mehrere Bauteile übertragen.
Wer hauptsächlich Winkel und Gefälle kontrolliert, kommt auch gut mit einem kompakten Neigungsmesser aus.
Bandmaß, Rollmaßband oder Zollstock?
Für kurze Aufmaße an Wand, Fenster, Tür oder Bauteil ist der Zollstock im Arbeitsalltag ideal geeignet. Er liegt steif an und lässt sich zum Anzeichnen nutzen.
Ein Rollmaßband beziehungsweise Bandmaß spielt seine Stärke bei längeren Strecken aus. Taschenbandmaße sind typischerweise für Entfernungen bis etwa zehn Meter ausgelegt und lassen sich direkt am Gürtel mitführen.
Schreinerwinkel für perfekte 90° Winkel
Ein Schreinerwinkel dient zum Prüfen und Übertragen rechter Winkel. Im Maler- und Ausbauhandwerk ist er beispielsweise bei Profilen, Plattenzuschnitten, Verkleidungen oder Leistenarbeiten sehr nützlich.
Für wiederkehrende Sonderwinkel oder Gehrungen kommen zusätzlich Winkel- und Übertragungswerkzeuge infrage. Das WULFF Sortiment umfasst neben klassischen Maßwerkzeugen auch Lösungen für Winkel- und Treppenaufmaße.
Handmessgeräte für Untergrund und Beschichtung
Zum WULFF Messgerätesortiment für Maler gehören nicht nur Längen- und Winkelwerkzeuge. Vor einer Beschichtung sind häufig Feuchte und Oberflächentemperatur entscheidend.
Messgeräte zur Feuchtekontrolle helfen dabei, auffällige oder noch nicht ausreichend trockene Bereiche frühzeitig zu erkennen. WULFF führt dafür auch berührungslos arbeitende Messtechnik.
Bei Beschichtungen auf Metall oder anderen kondensationsgefährdeten Flächen kommen zusätzlich Oberflächentemperatur und Taupunkt ins Spiel.
Für Lack-, Korrosionsschutz- und andere Schichtsysteme ist außerdem die Kontrolle der Auftragsmenge relevant. Mit einem Nassfilm-Messkamm lässt sich direkt nach dem Beschichten prüfen, ob die vorgesehene Nassschicht erreicht wurde. Fehler fallen damit auf, bevor die Beschichtung vollständig getrocknet ist.
Häufige Fragen zu Handmessgeräten
Welche Wasserwaagenlänge braucht man für welche Arbeiten?
Für Laibungen, kurze Profile und enge Stellen sind kurze Wasserwaagen um 40 bis 60 cm ausreichend. Für Türzargen, Trockenbauprofile und allgemeine Ausbauarbeiten sind 80 bis 120 cm sinnvoll.
Was bedeutet eine Messgenauigkeit von ±0,5 mm/m?
Die Angabe bedeutet, dass die Messabweichung unter den angegebenen Prüfbedingungen maximal 0,5 mm je Meter Messstrecke beträgt. Rechnerisch entspricht das z.B. :
- bei 1 m: maximal ±0,5 mm
- bei 2 m: maximal ±1,0 mm
- bei 3 m: maximal ±1,5 mm
Bei längeren Profilen oder beim Übertragen von Höhen summiert sich die mögliche Abweichung entsprechend. Professionelle Wasserwaagen werden häufig mit ±0,5 mm/m in Normalposition angegeben.
Wann bringt eine digitale Wasserwaage einen echten Vorteil?
Wenn nicht nur „waagerecht“ oder „senkrecht“, sondern ein bestimmter Winkel oder ein festes Gefälle eingestellt werden muss. Digitale Geräte können beispielsweise Grad, Prozent oder mm/m direkt anzeigen.
Wann braucht man Taupunkt- und Schichtdickenmessung bei Beschichtungsarbeiten?
Eine Taupunktkontrolle ist relevant, wenn Kondensation auf dem Untergrund die Beschichtung beeinträchtigen kann. Fordert das technische Merkblatt beispielsweise einen Abstand von 3 °C zum Taupunkt, darf bei einem Taupunkt von 12 °C erst ab mindestens 15 °C Untergrundtemperatur beschichtet werden.
Die Nassschichtdicke wird dagegen direkt nach dem Auftrag kontrolliert. Dazu wird ein Messkamm senkrecht in die frische Beschichtung gedrückt. Der Messwert liegt zwischen dem höchsten benetzten Zahn und dem nächsten trockenen Zahn. So lässt sich bereits während der Verarbeitung prüfen, ob der vorgesehene Materialauftrag erreicht wird.