Abbeizer für Malerprofis
Abbeizer lösen alte Farb-, Lack- und Beschichtungsschichten, wenn Schleifen oder Strahlen nicht sinnvoll ist. Bei WULFF finden Maler- und Bautenschutzbetriebe professionelle Abbeizmittel für Fassaden, Innenwände, Holz und Metall.
Abbeizer für Farbe, Lack und alte Beschichtungen
Professionelle Farb- und Lackentferner lösen das Bindemittel einer vorhandenen Beschichtung so weit an, dass sich die Schicht anschließend mit Spachtel, Ziehklinge oder geeigneter Reinigungstechnik abnehmen lässt. Damit können auch profilierte Bauteile, Stuckflächen oder Untergründe bearbeitet werden, bei denen mechanisches Abschleifen nur schwer möglich ist.
Abbeizer für Dispersionsfarben und Kunststoffputze
Für Fassaden mit mehreren Dispersions- oder Latexfarbanstrichen gibt es speziell auf diese Bindemittel abgestimmte Dispersionsabbeizer. Professionelle Systeme lösen außerdem Acrylatbeschichtungen, Kunststoffputze und bestimmte Klebstoffreste. Sie eignen sich unter anderem für mineralische und lösemittelbeständige Untergründe.
Hochvernetzte 1K- oder 2K-Beschichtungen verlangen dagegen häufig einen stärkeren Spezialentlacker. Ein Fassadenabbeizer für Dispersionsfarben ist dafür nicht automatisch geeignet.
Abbeizmittel für Lacke und Lasuren
Für lackierte Türen, Fensterläden, Metallteile oder beschichtete Holzflächen kommen Allround-Abbeizer beziehungsweise Lackentferner infrage. Professionelle Produkte decken unter anderem 1K-Lacke, Ölfarben und Lasuren ab.
Bei älteren Bauteilen können mehrere unterschiedliche Beschichtungsgenerationen übereinanderliegen. Dann bringt eine Testfläche schneller Klarheit als die Beurteilung der obersten Lackschicht.
Lösemittel-Abbeizer oder alkalische Abbeizpaste
Neben lösemittelbasierten Abbeizern gibt es alkalische Pastensysteme. Die beiden Verfahren unterscheiden sich besonders bei Altbeschichtungen und der anschließenden Untergrundbehandlung.
Lösemittelhaltige beziehungsweise lösemittelbasierte Profi-Abbeizer werden beispielsweise für Dispersionsfarben, Lacke, Lasuren oder Kunststoffputze eingesetzt. Das gelöste Material wird anschließend entfernt und der Untergrund nach Herstellervorgabe nachgereinigt.
Alkalische Abbeizpasten eignen sich unter anderem für ältere, mehrlagige Öl- und Alkydharzanstriche. Solche Systeme können zusammen mit einer Abdeckfolie beziehungsweise einem Vlies arbeiten, sodass Paste und aufgeweichte Farbschichten anschließend gemeinsam abgenommen werden. Auf porösen Untergründen muss der hohe pH-Wert vor einer Neubeschichtung gegebenenfalls neutralisiert und kontrolliert werden.
Abbeizer auf Holz, Metall und mineralischen Flächen
Der Untergrund bestimmt, wie die Fläche nach dem Ablösen weiterbehandelt wird.
- Mineralische Fassaden: Gelöste Dispersionsfarben können je nach System manuell oder mit geeigneter Heißwasser-Hochdrucktechnik entfernt werden.
- Holz: Vor allem bei alkalischen Abbeizern eine Probefläche anlegen. Solche Systeme können einzelne Harthölzer wie Eiche verfärben.
- Metall: Lackentferner nur entsprechend der Untergrundfreigabe einsetzen und Rückstände vollständig entfernen, bevor ein neuer Beschichtungsaufbau folgt.
- Kunststoffteile: Besonders sorgfältig abdecken beziehungsweise separat testen. Lösemittel können empfindliche Kunststoffe angreifen.
Häufige Fragen zu Abbeizern
Welchen Abbeizer nimmt man bei unbekannten Altanstrichen?
Mehrere Testflächen von etwa DIN-A4-Größe anlegen und den Lösefortschritt kontrollieren. Besonders bei Fassaden können unterschiedliche Renovierungsschichten auf derselben Fläche vorhanden sein. Geeignet ist der Abbeizer, der den vorhandenen Aufbau bis zum Untergrund löst, ohne diesen sichtbar anzugreifen.
Wie viel Abbeizer braucht man pro Quadratmeter?
Bei professionellen Abbeizersystemen kann als Orientierung mit etwa 100 ml/m² je zu entfernender Farb- oder Lackschicht gerechnet werden. Für die Bestellung ist deshalb die Anzahl der vorhandenen Schichten ebenso relevant wie die reine Fassadenfläche.
Können mehrere Farbschichten in einem Arbeitsgang entfernt werden?
Ja, bei dafür ausgelegten Abbeizern. Voraussetzung ist ein ausreichend satter Auftrag und genügend Einwirkzeit. Professionelle Systeme sind ausdrücklich für das Ablösen mehrerer Farbschichten in einem Arbeitsgang vorgesehen.
Woran erkennt man, dass der Abbeizer lange genug eingewirkt hat?
Die Beschichtung sollte bis zum Untergrund weich und leicht abnehmbar sein. Lässt sich nur die oberste Schicht abschieben, benötigt der Abbeizer mehr Zeit oder einen weiteren Auftrag. Die Fläche nicht einfach nach einer festen Minutenangabe bearbeiten, weil Schichtaufbau und Temperatur die Lösezeit deutlich verändern können.
Darf Abbeizer auf Kunststoffflächen gelangen?
Das sollte vermieden werden, solange die Verträglichkeit nicht ausdrücklich bestätigt ist. Lösemittelhaltige Abbeizer können Kunststoffoberflächen anlösen oder verändern. Kunststofffenster, Dichtungen und angrenzende Bauteile deshalb vor Beginn der Arbeiten sorgfältig schützen und bei Unsicherheit eine verdeckte Probefläche anlegen.